Roadtrip Apulien Tag 5&6 – Alberobello, Monopoli und Bari #kunterbuntweissblaugoesapulien

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Donnerstag war es, der vorletzte Tag unseres Roadtrips, als wir zum zweiten UNESCO Weltkulturerbe der Urlaubswoche aufbrachen. Von der Maseria aus fuhren wir in einer halben Stunde zum nahegelegenen Städtchen Alberobello, das für seine Trullihausbauten bekannt ist. Schon auf dem Weg sahen wir die ersten runden Steinhäuser mit ihren kegelförmigen Dächern und staunten nicht schlecht, als wir von einem Aussichtspunkt direkt neben dem Marktplatz das ganze Trulli Stadtviertel entdeckten.

Alberobello I

Wir schlenderten durch die kleinen Gässchen den Hügel hinauf bis zur Chiesa di Sant’Antonio – eine Kirche, die auch im „Trullistil“ erbaut wurde.

Alberobello II

Trulli Kirche Kopie

Wir hatten die Gelegenheit, zwei der Wohnhäuser auch von innen zu sehen. Es gibt zwar zahlreiche Souvenirläden im Trulli Stadtviertel, die schon fast überhand nehmen und mir persönlich zu touristisch sind, aber die Bewohner geben eben auch in einigen Häusern den Einblick, wie sie selbst darin wohnen. Sehr spartanisch und klein, aber der Fernseher darf natürlich nicht fehlen.

Alberobello V

Delikatessen  Kopie

Nachdem wir uns in einem kleinen Delikatessenladen frische Mortadella gekauft hatten, fuhren wir gut gestärkt zurück an die Küste nach Monopoli. Das Gepäck stellten wir im kleinen aber feinen B&B ab und erkundeten in der „goldenen Stunde“, also kurz vor Sonnenuntergang, das malerische Dorf. Besonders die Altstadt gefiel mir gut. Überall gab es kleine Details zu entdecken und wieder an jeder Ecke eine Kirche.

Monopoli II

Monopoli I Kopie

Zum Abschluss unserer Reise wollten wir uns dann ein richtig gutes Abendessen gönnen und hörten auf den Rat unseres Zimmervermieters. Im Il Guazzetto aßen wir vorzüglich! Salat mit Shrimps und Pulpo, Pasta mit Meeresfrüchte, verschiedene Fische frisch vom Grill und Mascarpone mit Erdbeeren; eine Flasche Roséwein dazu und der Abend war perfekt.

Monopoli_abendessen

Und wie das meistens so ist, vergeht die Zeit viel zu schnell und der letzte Tag des Apulien Roadtrips war angebrochen. Nach einem kleinen Frühstück suchten wir dann noch vergeblich die Schlossallee und die Parkstraße, gingen 4 mal über Los und kauften schlussendlich doch nur den Bahnhof… :) Spaß beiseite – Mittags ging es nach Bari. Vor dem Abflug meiner Begleitung wollten wir dieses Städtchen nämlich auch noch besichtigen. Die Kamera lies ich aber im Auto - ich hatte einfach keine Lust mehr, das schwere Ding mitzutragen, wusste ich doch, dass sie die kommenden Tage mein ständiger Begleiter sein würde.

Bari, die Hauptstadt Apuliens ist mit über 300.000 Einwohnern eine recht große und weitläufige Stadt in Süditalien. Wir fuhren direkt in die historische Altstadt und liefen durch kleine Gässchen mal wieder von Kirche zu Kirche. Ein kleines Highlight war eine Straße, in der vor jeder Haustür die jeweilige weibliche Bewohnerin saß und auf großen Brettern frische Pasta – Orchiette- zubereitete. Selbige gönnten wir uns zum späten Mittagessen a la Vongole in einem kleinen Restaurant am Hafen.

Um 17:00 Uhr hieß es am Flughafen dann “Ciao ciao liebste Begleitung, hallo liebe Teilnehmerinnen des “La Bella Fotografia” Workshop!” Ich setzte mich mit ihnen in den Shuttlebus, der uns zu 3 weiteren unvergesslichen Apulien Tagen brachte. Dazu aber bald mehr…

Alberobello IV

Roadtrip Apulien Tag 4 – Lecce! #kunterbuntweissblaugoesapulien

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Lecce gilt als die „Hauptstadt des Barock“ im Süden Italiens und verdient meiner Meinung nach auch wirklich genau diesen Titel.

Lecce IIX

Wir erlebten die Stadt am Abend, wenn die vielen wunderschönen Gebäude angestrahlt sind, als auch unter Tags, wenn das typische italienische Flair in den kleinen Gassen Einzug hält.

Lecce II

Aber mal von Anfang an. Das Navigationsgerät mochte den genauen Standort des gebuchten B&Bs nicht kennen und wir parkten in der Nähe auf einem öffentlichen Parkplatz, stiegen aus und liefen etwas verplant durch die Gegend. „Kann ich euch helfen?“, sprach uns ein sympathischer Italiener in fast perfektem Deutsch an und bewies innerhalb von 10 Minuten außerordentliche Gastfreundschaft in dem er das B&B anrief und nach dem genauen Weg fragte. Ja, auch für einen Einheimischen war das neu eröffnete B&B in einer sehr verwinkelten Gasse kaum zu finden. Dann führte er uns hin und dolmetschte so lange, bis wir wohlbehalten in unserem Zimmer ankamen und bot sich auch noch als Stadtführer mit anschließendem typisch italienischen Dinner an. Dieses Angebot konnten wir natürlich nicht ausschlagen und waren wirklich verwundert, als uns Andrea Fernando überpünktlich um 20:00 Uhr abholte – da sind die Südländer kaum ein paar Monate in Deutschland, haben sie Pünktlichkeit im Blut :)

Lecce IV

Wir zogen durch das nächtliche Lecce, erkundeten kleine, verwinkelte Gassen, wo sich sonst kein Tourist hinverirren würde und landeten in einem kleinen, authentischen Restaurant, in dem nur Einheimische um uns herum saßen. Dann kam die Premiere: Amelie aß das erste Mal (zumindest hoffe ich das – man weiß ja nie ;) ) Pferdefleisch. Andrea pries die kleinen Fleischpflanzerl ganz besonders an und weil ich ja doch immer Spezialitäten probieren möchte, probierte ich. Und es schmeckte. Ja, wirklich!

Lecce III

Auch die landestypischen Pasta und Salsiccia schmeckten hervorragend und in Kombination mit Hauswein – 1 Liter 4 Euro – noch viel besser :) Irgendwann sangen wir gemeinsam italienische Klassiker und hatten sehr viel Spaß.

Lecce VII

 

Lecce V

Nach einer viel zu kurzen Nacht entschieden wir uns, nicht wie geplant noch weiter in den Süden nach Otranto zu fahren, sondern den Tag in Lecce weiter zu genießen. Mit dem Genießen fingen wir gleich in der nächsten Patisserie an. Kleine leccetypische Mürbteigteilchen, gefüllt mit Crema di Limone, Cornetti in allen Varianten und ein frisch gepresster Orangensaft – so kann ein Tag starten.

Sweets

Wir schlenderten durch viele Gassen, besuchten beinahe jede Kirche und waren erstaunt über deren vielfältige architektonische Gestaltung. Nachdem um 13:00 Uhr dann alle Pforten geschlossen wurden, blieb uns gar nichts anderes übrig und wir „mussten“ schon wieder essen. Dazu trafen wir wieder den netten deutschsprechenden Italiener und genossen die erste richtig leckere Burana des Urlaubs.

Lecce I

Burrata

Lecce Collage Kopie

Café Alvino

Zum Abschluss ein koffeinhaltiges Heißgetränk im bekannten Cafe Alvino (Geheimtipp!)  und dann “Ciao Ciao Lecce”, auf in den Norden! Begleitet von heftigen Regenschauern fuhren wir gen Monopoli und mieteten uns dort in die etwas außerhalb gelegene Massaria Santa Teresa ein. Auch das ein Geheimtipp – sehr schön gelegen, mit Blick in die Olivenhaine und zum Meer und mit 50 Euro für das Doppelzimmer inkl. Frühstück auch wirklich top im Preis!

Masseria Teresa

Wie es dann weiter ging? Erfahrt ihr im letzten Teil des Roadtripberichts  – ich sage nur, UNESCO Weltkulturerbe die Zweite und ein Städtchen mit berühmten Namen – nein, wir haben die Parkstraße nicht gekauft ;)

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