Roadtrip Apulien Tag 4 – Lecce! #kunterbuntweissblaugoesapulien

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Lecce gilt als die „Hauptstadt des Barock“ im Süden Italiens und verdient meiner Meinung nach auch wirklich genau diesen Titel.

Lecce IIX

Wir erlebten die Stadt am Abend, wenn die vielen wunderschönen Gebäude angestrahlt sind, als auch unter Tags, wenn das typische italienische Flair in den kleinen Gassen Einzug hält.

Lecce II

Aber mal von Anfang an. Das Navigationsgerät mochte den genauen Standort des gebuchten B&Bs nicht kennen und wir parkten in der Nähe auf einem öffentlichen Parkplatz, stiegen aus und liefen etwas verplant durch die Gegend. „Kann ich euch helfen?“, sprach uns ein sympathischer Italiener in fast perfektem Deutsch an und bewies innerhalb von 10 Minuten außerordentliche Gastfreundschaft in dem er das B&B anrief und nach dem genauen Weg fragte. Ja, auch für einen Einheimischen war das neu eröffnete B&B in einer sehr verwinkelten Gasse kaum zu finden. Dann führte er uns hin und dolmetschte so lange, bis wir wohlbehalten in unserem Zimmer ankamen und bot sich auch noch als Stadtführer mit anschließendem typisch italienischen Dinner an. Dieses Angebot konnten wir natürlich nicht ausschlagen und waren wirklich verwundert, als uns Andrea Fernando überpünktlich um 20:00 Uhr abholte – da sind die Südländer kaum ein paar Monate in Deutschland, haben sie Pünktlichkeit im Blut :)

Lecce IV

Wir zogen durch das nächtliche Lecce, erkundeten kleine, verwinkelte Gassen, wo sich sonst kein Tourist hinverirren würde und landeten in einem kleinen, authentischen Restaurant, in dem nur Einheimische um uns herum saßen. Dann kam die Premiere: Amelie aß das erste Mal (zumindest hoffe ich das – man weiß ja nie ;) ) Pferdefleisch. Andrea pries die kleinen Fleischpflanzerl ganz besonders an und weil ich ja doch immer Spezialitäten probieren möchte, probierte ich. Und es schmeckte. Ja, wirklich!

Lecce III

Auch die landestypischen Pasta und Salsiccia schmeckten hervorragend und in Kombination mit Hauswein – 1 Liter 4 Euro – noch viel besser :) Irgendwann sangen wir gemeinsam italienische Klassiker und hatten sehr viel Spaß.

Lecce VII

 

Lecce V

Nach einer viel zu kurzen Nacht entschieden wir uns, nicht wie geplant noch weiter in den Süden nach Otranto zu fahren, sondern den Tag in Lecce weiter zu genießen. Mit dem Genießen fingen wir gleich in der nächsten Patisserie an. Kleine leccetypische Mürbteigteilchen, gefüllt mit Crema di Limone, Cornetti in allen Varianten und ein frisch gepresster Orangensaft – so kann ein Tag starten.

Sweets

Wir schlenderten durch viele Gassen, besuchten beinahe jede Kirche und waren erstaunt über deren vielfältige architektonische Gestaltung. Nachdem um 13:00 Uhr dann alle Pforten geschlossen wurden, blieb uns gar nichts anderes übrig und wir „mussten“ schon wieder essen. Dazu trafen wir wieder den netten deutschsprechenden Italiener und genossen die erste richtig leckere Burana des Urlaubs.

Lecce I

Burrata

Lecce Collage Kopie

Café Alvino

Zum Abschluss ein koffeinhaltiges Heißgetränk im bekannten Cafe Alvino (Geheimtipp!)  und dann “Ciao Ciao Lecce”, auf in den Norden! Begleitet von heftigen Regenschauern fuhren wir gen Monopoli und mieteten uns dort in die etwas außerhalb gelegene Massaria Santa Teresa ein. Auch das ein Geheimtipp – sehr schön gelegen, mit Blick in die Olivenhaine und zum Meer und mit 50 Euro für das Doppelzimmer inkl. Frühstück auch wirklich top im Preis!

Masseria Teresa

Wie es dann weiter ging? Erfahrt ihr im letzten Teil des Roadtripberichts  – ich sage nur, UNESCO Weltkulturerbe die Zweite und ein Städtchen mit berühmten Namen – nein, wir haben die Parkstraße nicht gekauft ;)

Roadtrip Apulien Tag 3 – Castel del Monte! #kunterbuntweissblaugoesapulien

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Am Tag zuvor weckte uns das Meer und der pfeifende Wind, an Tag drei waren es Kuhglocken – Natur pur also hier in Apulien.

Roadtrip IV

Nachdem wir für heute die längste Fahrzeit eingeplant hatten, machten wir uns vormittags von Vieste aus auf den Weg gen Süden. 20 Kilometer sind eigentlich keine Distanz, anders jedoch bei der Fahrt auf süditalienischen Küstenstraßen. Langsam und mühsam schlängelten wir uns durch die engen kurvigen Straßen, die anfangs nur durch zauberwaldähnliches Gebiet verliefen. Wahrhaftig zauberhaft und vorallem überraschend waren die ein oder andere Ziegenherde, die den Weg versperrte :)

Roadtrip VIII

Zwischendrin hatten wir dann vollsten Blick auf das Meer, bevor es dann wieder komplett ins Hinterland ging. Dort wurde die Fahrt dann besonders lustig – wie ein Hase schlugen wir viele Haken über die Straße um den teilweise riesigen Schlaglöchern auszuweichen. Italiens Verkehrsminister liebt wohl das Gokartfahren, aber die Fahrerin meisterte ihre Aufgabe perfekt, sodass wir am Nachmittag unser kulturelles Highlight der Reise erreichten – Castel del Monte.

Roadtrip I

Roadtrip III

roadtrip II

Das große, weiße, auf einem Hügel erbaute Gebäude zählt seit 1996 zum UNSECO-Weltkulturerbe, über das es viele Sagen und Geschichten gibt. So ist bis heute nicht geklärt, als was das imposante achteckige Gebäude seit seinem Bau um 1240 durch Kaiser Friedrich II, diente. „Sie war kein Verteidigungsbau und auch nicht Sitz des Hofes, sie war nicht besonders strategisch gelegen, aber eignete sich optimal für die Falkenjagd…“, so sagt der Merian live! Reiseführer.

Castel del Monte II

Castel del Monte IV

Auf jeden Fall ist schon die Anfahrt zum Castel del Monte sehr beeindruckend. Das Auto wurde auf einem Parkplatz abgestellt und wir fuhren mit einem kostenlosen Shuttlebus zur Attraktion des Tages hinauf, umkreisten die achteckige Festung und kauften, ein mit 5 Euro doch recht günstiges Ticket, um auch das Innere zu bewundern.

Aufgebaut in zwei Etagen kommt immer wieder die Zahl 8 ins Spiel – Der achteckige Grundriss, 8 Türme und jeweils acht gleichartige trapezförmige Räume in beiden Stockwerken. Die Ausstellung ist sehr ausführlich und sogar auf Deutsch beschrieben. Ein Blick ins Innere lohnt also auf jeden Fall!

Castel del Monte

Eine Passage fand ich besonders passend:

„Castel del Monte besitzt auf Grund der Perfektion seiner Formen, der Harmonie und der Verschmelzung von Kulturelementen aus Nordeuropa, der moslemischen Welt und der klassischen Antike, außergewöhnlichen und universellen Wert. Es ist ein einzigartiges Meisterwerk mittelalterlicher Architektur, das die humanistische Weltanschauung seines Gründers, des Hohenstaufers Friedrich II. wiederspiegelt.“

Castel del Monte III

Nach der Besichtigung, machten wir uns über die „autobahnähnliche“ Straße, auf nach Lecce. Über die wunderschöne „Hauptstadt des Barock“ aber später mehr. Allerliebste Grüße aus Italien!!

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